Einsatz von wassersparendem Bewässerungssystem an Weinbauschule Krems

Krems (30.8.2025) In Zeiten des Klimawandels und zunehmender Trockenperioden wird eine effiziente Bewässerungsstrategie immer wichtiger für den erfolgreichen Weinbau. Daher setzt die Weinbauschule Krems auf wassersparender Bewässerungsmethoden, die in der Praxis getestet werden.
LR Teschl-Hofmeister: Effiziente Bewässerung im Weinbau ist Schlüssel zu Qualität und Nachhaltigkeit
„Eine durchdachte Bewässerungsstrategie ist heute unverzichtbar für den erfolgreichen Weinbau. Sie hilft die Herausforderungen des Klimawandels zu meistern und gleichzeitig die Qualität deiner Weine zu steigern. Somit ist die Effiziente Bewässerung der Schlüssel zu Qualität und Nachhaltigkeit“, betont Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.
„Einen wichtigen Betrag für den verantwortungsvollen und innovativen Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser leistet die Weinbauschule Krems mit ihrer Forschungsarbeit zum Bewässerungsmanagement im Weinbau. Dabei werden langjährige Erfahrung und neue Erkenntnisse aus der Versuchstätigkeit verknüpft, um auch künftig qualitativ hochwertige Ernteerträge zu sichern“, so Teschl-Hofmeister.
„Der Wasserbedarf der Reben variiert stark je nach Wachstumsphase. Besonders kritisch sind die Phasen der Blüte, des Beerenwachstums und der Beerenreife. Eine optimal gesteuerte Bewässerung kann hier den Unterschied zwischen einer geringen und einer herausragenden Ernte ausmachen“, informiert Landesgüterdirektor Erhard Kührer. „Der Planung und Umsetzung eines maßgeschneiderten Bewässerungskonzepts ist daher entscheidend im Weinbau. Am Landesweingut Krems kommt die Tropfbewässerung zum Einsatz. Diese wassersparende Methode liefert Wasser direkt an die Wurzeln der Reben. Sie reduziert Verdunstungsverluste und minimiert das Risiko von Pilzerkrankungen“, so Kührer.
Neben der sogenannten Mikrobewässerung spielen auch die Begrünung im Weingarten und die Bodenabdeckung, etwa durch das Abknicken von Begrünungsbeständen, eine entscheidende Rolle. Damit verdunstet weniger Wasser und die Humusbildung wird gefördert.
Wissenschaftliche Versuche in der Wachau durchgeführt
„Um das Bewässerungsmanagement auf Bais des tatsächlichen Wasserbedarfs ausrichten zu können, führte die Weinbauschule Krems in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Wasserwirtschaft in der Wachau eine dreijährige Versuchsreihe durch. Dabei wurden verschiedene Parameter, wie das Blattwasserpotential, das Matrixpotential und die klimatische Wasserbilanz gemessen“, informiert Direktor Dieter Faltl. „Auf Basis der Ergebnisse können wir nun Empfehlungen für die Bewässerung geben, die auf wissenschaftlichen Versuchen beruhen. Schließlich muss mit der Ressource Wasser sparsam umgegangen“, so Faltl.
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Foto (v.l.n.r.) Landesgüterdirektor Erhard Kührer, Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Direktor Dieter Faltl im Weingarten der Weinbauschule Krems mit der Tropfbewässerung
Fotos Copyright: Jürgen Mück