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Modernisierungsmaßnahmen an Landwirtschaftlichen Fachschulen voll im Gang
LR Teschl-Hofmeister: Land NÖ stärkt landwirtschaftliches Fachschulwesen

Foto (v.l.n.r.): Schüler Johannes Zöchbauer, Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Direktor Josef Sieder und Schülerin Angelika Stöckl überzeugen sich vom Baufortschritt des neuen Rinderlaufstalls an der Landwirtschaftlichen Fachschule Pyhra
Foto Copyright: Jürgen Mück

St. Pölten (23.12.2019) Im Herbst 2017 wurde mit der Neuordnung des berufsbildenden Landesschulwesens (Berufsschulen und Landwirtschaftliche Fachschulen) begonnen. „Die Ziele sind klar: starke und konkurrenzfähige Schulstandorte schaffen, Synergien zwischen landwirtschaftlichen und gewerblich-wirtschaftlichen Ausbildungen zulassen, die Pädagogik und Schwerpunktsetzungen an den einzelnen Standorten an die zukünftigen Herausforderungen einer im Wandel begriffenen Landwirtschaft und Wirtschaft anzupassen. Wir müssen die Schülerinnen und Schüler im Zeichen von Klimawandel, Digitalisierung und Regionalisierung versus Globalisierung bestmöglich auf neue berufliche Chancen und Möglichkeiten vorbereiten“, erklärt Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

So wird am Standort Pyhra derzeit ein neuer Rinderlaufstall gebaut, hier können Schülerinnen und Schüler an moderner Technik unter anderem Rinderhaltung und Milchproduktion erlernen. Mit alternativen Erwerbsquellen in der Landwirtschaft können sich Schülerinnen und Schüler zukünftig auch an den Schulstandorten Hohenlehen und Gießhübl vermehrt auseinandersetzen: Das Land Niederösterreich investiert an der Fachschule Gießhübl 550.000 Euro in einen zeitgemäßen Geflügelstall, wo die Schülerinnen und Schüler die artgerechte Haltung von Masthühnern und auch Puten in der Praxis lernen. Die LFS Gießhübl ist auch das einzige Ausbildungszentrum in Niederösterreich, wo Facharbeiter- und Meisterkurse zur Geflügelwirtschaft stattfinden. Und an der LFS Hohenlehen werden die Schüler in Zukunft an einer biologischen Fischaufzuchtanlage erste Erfahrungen in der Fischzucht machen.

Um Synergien ähnlicher Berufsgruppen zu nutzen und zu optimieren, wird an der Landwirtschaftlichen Fachschule Hollabrunn derzeit eine komplett neue Fleischerwerkstätte errichtet. Sie wird nicht nur den Schülern der landwirtschaftlichen Fachschule zur Verfügung stehen, sondern auch der Berufsschule für die Ausbildung zukünftiger Fleischverarbeiter und Fleischverkäufer und der privaten HTL für Lebensmitteltechnologie in Hollabrunn. Auch ein Zubau beim Weinkeller wird errichtet. In dem neu zu errichtenden Gebäude entstehen ein Kühlraum für die Weintanks, ein Arbeits- und Manipulationsbereich und ein Weinlabor mit separatem Eingang.

„Neben der Schaffung baulicher Grundlagen für einen modernen Unterricht werden wir uns in den kommenden Monaten mit der pädagogischen Neuausrichtung befassen. Denn ab dem Schuljahr 2020/21 wollen wir den Schülerinnen und Schülern in allen landwirtschaftlichen Fachschulen ein noch breiteres Ausbildungsangebot zur Verfügung stellen. Sie sollen unterschiedlichste Impulse zur Ausrichtung und Führung von landwirtschaftlichen Betrieben erhalten“, erklärt Teschl-Hofmeister.

(Schluss)